Auf Grund der Berichterstattung über die neue Homepage des Bundestags bin ich gerade mal über das “Web-TV” des deutschen Bundestags gestolpert und dort wurde die Übertragung des Bundeswahlausschusses vom 6.8. wiederholt. Ist das eigentlich in den Medien behandelt worden, dass die Freie Union (vom Boulevard gerne “Pauli-Partei” genannt) nur eine einzige Landesliste abgegeben hat, weil die übliche Unterschriftensammlung zur Zulassung nur in Bayern erfolgreich war und diese Landesliste nun vom bayerischen Landeswahlleiter aus formalen Gründen abgelehnt und die nachfolgende Beschwerde vom Bundeswahlausschuß abgewiesen wurde?
Es war wohl so, daß die Freie Union Ihre auf Ihrem Landesparteitag beschlossene Landesliste erst 5 Minuten von Ultimo abgab und der Landeswahlleiter feststellte, daß sich zwar die Unterschrift des Beisitzers darauf befand, nicht jedoch die Unterschrift der Versammlungsleiterin, in persona Fr. G. Pauli. Dieser Umstand ist im normalen Verfahren erstmal kein Beinbruch. Derartige Formfehler passieren ständig und können locker nachträglich “geheilt” werden, wie der Bundeswahlausschuß feststellte. Nur leider gab es dazu für die Freie Union keine Möglichkeit mehr, weil sie die Liste nunmal viel zu spät abgab. Es wurde im Bundeswahlausschuß dann noch etwas diskutiert, ob die versuchte Rettungsaktion, eine von G. Pauli telefonisch beauftragte Unterschrift einer dritten Person, vielleicht doch rechtens war, aber letztendlich siegten die Bürokraten in der schlußendlich abgehaltenen Abstimmung des Bundeswahlausschussses knapp.
Was mir dabei in den Sinn kommt? Ich finde es wirklich unfassbar, wie jemand heutzutage, da jeder an so vielen Dingen über das Internet teilhaben kann, politik-verdrossen sein kann. Welchen Stein ich auch immer umdrehe, wo ich auch immer hinschaue, es passiert ständig und überall wirklich spannendes und wichtiges.
Zu der neuen Homepage des Bundestags kann ich im übrigen nur sagen, daß ich sie nicht mag. Wenn ich ehrlich bin, ist sie sogar ausgesprochen schlecht, wenn man betrachtet wieviel Geld dafür ausgegeben wurde. Zu zerklüftet, zu unübersichtlich, viele Bildchen und Textblöcke scheinbar wahllos über die Seite verteilt. Wie man’s meiner Meinung nach – und ich muß zugeben, daß ich kein Designer oder ähnliches bin und es sich hier natürlich um eine rein subjektive Laienmeinung handelt – richtig macht zeigt das Weiße Haus.
Irgendwie stelle ich fest, daß ich auch kein Journalist bin, weil ich mal wieder munter drauf losgeschrieben und diverse Themen vermischt habe und jetzt vor dem Problem stehe, diesem Beitrag einen Titel zu geben. Naja, ist der Titel wesentlich? Ich glaube nicht.. ich brauch keine Leser mit Schlagzeilen zu locken, wie es die Bild tut, weil es mir nicht wirklich wichtig ist, ob meine Beiträge auch gelesen werden. Dementsprechend ist der Titel jetzt halt mal doof..
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