LockTight

Es gibt ja schon komische Dinge in der Welt der Computer. Eines davon ist die merkwürdige Begebenheit, dass es unter Mac OS X immer noch nicht möglich ist, den Zugriff auf den Rechner mit Hilfe eines Shortcuts zu sperren. Eine Funktion die besonders Benutzer von Notebooks im Geschäftsumfeld doch eigentlich permanent nutzen müssten. Mir wäre es zumindest sehr unangenehm mein Notebook für alle nutzbar liegen zu lassen, während ich mir im Büro einen Kaffee holen und mir ist es völlig schleierhaft, wie es so etwas Simples und offensichtlich Notwendiges immer noch nicht geben kann.

Exposé Konfiguration

Exposé

Bisher habe ich mich mit dem Workaround über Exposé geholfen. Dazu wird Exposé so konfiguriert, dass es den Bildschirmschoner startet, sobald man die Maus in eine (bei mir die linke untere) Ecke bewegt. Wenn man jetzt Autologin abschaltet und zum Beenden des Bildschirmschoners das Passwort verlangt, kann man also den Rechner sperren indem man die “aktive Ecke” nutzt.

Sicherheit

Sicherheit

Auf eine, wie ich finde, etwas elegantere Methode über einen Shortcut bin ich jetzt gerade zufällig gestoßen: LockTight. Auch LockTight nutzt den Umweg über den Bildschirmschoner, das Sperren ist damit aber jetzt über eine frei konfigurierbare Tastenkombination möglich.

LockTight

LockTight

Banal? Allerdings!

Alles Neue bringt der Mai

(Vorweg mal Sorry für den beschissenen Titel.)

So, ich habe jetzt einige Tage damit verbracht, meine Daten auf den Mac zu bringen, die benötigten Tools zu installieren und viel rumkonfiguriert und habe jetzt mal die Zeit ein erstes Fazit zu ziehen. Vorweg kann man sagen, dass ich wirklich sehr zufrieden bin. Das gesamte System läuft äußerst performant und stabil und die mitgelieferten und zusätzlich kostenlos verfügbaren Tools ergeben einen nahezu vollständigen Funktionsumfang für meine Belange.

Ein paar Haare in der Suppe lassen sich aber immer finden:

Die ach so tolle neue Multitouch Supermaus “Mighty Mouse” is Asche für Grobmotoriker wie mich. Zu filigran und unbequem und diese Multitouch Fläche, die die Tasten ablösen soll, macht was sie will, leider nicht was ICH will. Also gute alte Logitech Kabelmaus angeschlossen und gut is. Schön wäre es nochmal hauszubekommen, wie man die 3 zusätzlichen Tasten nutzen könnte. Den Logitech-Treiber hab ich installiert, der meinte aber er würde keine Logitech-Geräte finden.

Auch mit angeschlossener Logitech Maus ist das Gefühl für den Mauszeiger äußerst befremdlich, was offenbar an der fest eingestellten, nicht änderbaren (!) extremen Mausbeschleunigung unter Mac OS X liegt. Nein, kein Witz.. klingt dämlich, ist aber so. Gelöst wurde das ganze dann mit einem 20$ teuren extra Maustreiber namens USBOverdrive.

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Meine Apple Story (Part 3)

Fortsetzung von Part 2

Man sollte es nicht für möglich halten. Aber ich habe es getan. Ich habe meine gesamte PC-Hardware verkauft und mir einen iMac i7 27″ bestellt.

Apple iMac

Apple iMac

Zwei Dinge sind geschehen, die es mir am Ende doch recht leicht gemacht haben und mich zumindest vorerst glauben machen, daß das alles kein Fehler ist, den ich bald schwer bereuen werde. Zum einen habe ich endlich ein zumindest halbwegs funktionierendes Vmware-Image von MacOSX gefunden und konnte dort diverse Dinge testen, die mir sehr wichtig sind. Dazu gehörten vor allem natürlich das allgemeine Handling von MacOSX und Software, die ich zwingend für mein tägliches Leben brauche: Webbrowser, Filetransfer-Tools, SSH, IM, Twitter, Openoffice, Mediaplayer usw.. Des weiteren habe ich Leute gefunden, die mir glaubhaft versicherten, daß die Sachen, die ich in der virtuellen Maschine nicht testen konnte, also hauptsächlich Virtualisierung, WoW und Teamspeex, einwandfrei und vor allem performant auf aktuellen iMacs laufen würden. Der zweite Punkt war, daß mir die Preise der neusten iMacs ins Auge stachen. Ich für meinen Teil empfinde 2000€ für einen voll ausgestatteten Rechner mit Spitzenausstattung als gerechtfertigt. Wir reden hier immerhin vom besten, was Intel für den Desktopmarkt derzeit liefert (i7), 4GB Hauptspeicher, 2TB Festplatte, Betriebssystem, Funktastatur/Maus, pipapo und das Highlight: 27″ LED-Backlight TFT, der von herausragender Qualität sein soll (sofern er nicht defekt geliefert wird). In Worten: Siebenundzwanzig!

Inzwischen, also während der einem unendlich lang vorkommenden Wartezeit, bis das Dinge endlich gelierfert wurde, beschäftige ich mich damit, mich auf den Umstieg vorzubereiten. Ich meine da nicht wirklich mental, sondern eher, die langwierige Arbeit, sich für all die Kleinigkeiten die am Rechner anfallen die richtigen Tools herauszusuchen. Da kommt einiges zusammen.. so sieht meine vorläufige Liste aus:

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Meine Apple Story (Part 2)

Fortsetzung von Part 1

Kommen wir zu dem eigentlichen Thema, weshalb ich diese Post-Reihe schreibe. Ich denke tatsächlich seit einiger Zeit darüber nach, ob ich zuhause nicht mittelfristig auf MacOSX umsteigen sollte. Trotz aller Anmerkungen aus dem ersten Teil dieser Reihe. “Warum, zum Teufel?” wird der Leser fragen. Das ist recht schnell erklärt: Ich möchte es irgendwann einmal schaffen von Windows weg zukommen und Linux (mein bevorzugtes Betriebssystem für ernsthaftes Arbeiten) schafft es einfach nicht, meinen Spieltrieb zu bedienen.

Genauer gesagt spiele ich seit Jahren World of Warcraft (ja klar, ich bin ein kleines pickelgesichtiges Kind von 14 Jahren mit Übergewicht, hab die Sonne seit 3 Monaten nicht mehr gesehen und überhaupt bin ich total süchtig und potenzieller Amokläufer) und gedenke das in Zukunft auch nicht aufzugeben. Das bietet sich als Alternative leider nur MacOSX an, denn WoW unter Linux, oder sagen wir mal besser Windows-Spiele unter Linux, sind gelinde gesagt “Pain in the ass”. Mal abgesehen davon, daß Windows Software mit Wine unter Linux pauschal mindestens 80% langsamer läuft, funktionieren häufig diverse Features einfach nicht. Ich bin nun mal Teil der C64-Generation und irgendwie von Kindheit an daran gewöhnt mich neben der ernsthaften Beschäftigung mit Computern mich auch mit selbigen zu belustigen; traurig aber wahr, das ist tatsächlich das einzige, was mich an Microsoft bindet, denn, wie gesagt, für ernsthafte Dinge bevorzuge ich schon lange Linux (genauer Ubuntu) oder bewährte Webapplikationen.

Ein weiteres nicht unwesentlicher Punkt ist natürlich, daß es sich bei MacOSX um ein vollwertiges Unix-Derivat aus der BSD-Abstammungslinie handelt von dem ich mir erhoffe, daß es an Feature-Reichtum und Customizing-Fähigkeiten Linux zumindest einigermaßen das Wasser reichen kann. Ob dem wirklich so ist, kann man als Außenstehender leider nicht oder nur kaum herausbekommen. Speziell als iPhone-Inhaber ist man ja so einiges Gängelungen von Apple gewohnt, die ich mir als Nutzer eines Computers/Betriebssystems nicht gefallen lassen wollen würde. Dazu später mehr.

Zwei ernsthafte Problem habe ich dabei ausgemacht, für die ich bisher keine Lösung gefunden habe. Erstens bin ich auf den Einsatz von Teamspeak angewiesen und Teamspeak unterstützt MacOSX nicht. Das ist leider wirklich ein Ausschlusskriterium, denn ohne Teamspeak ist an Raiden in WoW nicht zu denken und das ist nun mal, wie oben bereits ausgeführt, einer meiner Hobbys. Es gäbe zwar eine Beta-Version von Teamspeak für MacOSX und TeamSpeex, aber diese scheinen für den produktiven Einsatz noch nicht stabil genug zu sein.

Das zweite und größte Problem klang ja bereits zuvor an: Wie kann jemand ernsthaft von mir verlangen Unmengen an Geld für die Katze im Sack auszugeben? Es gibt keinerlei Möglichkeit sich das System mal genauer anzusehen und alles was man so braucht durch zu testen (zB. World of Warcraft und Teamspeak, OpenOffice.org, Gimp, Mediaplayer..), bevor man sein hart erarbeitetes Geld zu Apple trägt. Im schlimmsten Fall gibt man dann also 5.000 Euro für System und Software aus um dann festzustellen, daß man den ganzen Käse so nicht gebrauchen kann. Und nein, es ist keine Alternative im Apple-Shop vorbei zu gehen und dort 10 Minuten herum zu klicken, das nenne ich nicht testen.

Apple, ich habe die effektivste und günstigste Werbekampagne, die man sich vorstellen kann: Hört mit diesen lächerlichen Windows-Diss-Werbespots auf, schnappt Euch für das dafür auszugebende Geld einen Virtualisierungspartner und bringt ein zeit-limitierte virtuelle Maschine mit MacOSX heraus, die sich Umsteigwillige unter Windows (und am besten auch gleich Linux – ich empfehle Suns VirtualBox) installieren können um das Look’n'Feel zu testen und zu checken ob alle Programme laufen, die man so braucht. Das würde hundertmal mehr bringen als eure affigen Imagekampagnen!

Der derzeit einzige Ausweg aus diesem Dilemma scheint es zu sein, sich hier aus der Firma mal meinen Test-PC zu schnappen und eine gecrackte MacOSX-Variante für Standard Intel-PCs (gerne als Hackint0sh oder OSx86 tituliert) zu probieren. So üblich es auch früher mal war sich geklaute Software zu installieren, heute fühle ich mich unwohl dabei. Auch wenn, soweit ich weiß, die Klausel der Apple-EULA die die ausschließliche Nutzung von MacOSX auf Apple Hardware vorschreibt hier in Europa nichtig ist, weil die Bindung von Hardware und Software eindeutig gegen das europäische Wettbewerbsrecht verstößt. Aber vielleicht bleibt einem nichts anderes übrig.. eine funktionierende virtuelle Maschine gibt es zumindest leider nicht.

Fortsetzung in Part 3

Meine Apple Story (Part 1)

Vor Jahren, ich denke so etwa 15, habe ich im Rahmen meines Zivildienstes eine regelmäßig erscheinende Zeitung für eine -nennen wir es mal “Altenheim-Kette”- betreut und dafür ganz klassisch einen Mac genutzt. Ich habe es gehasst. Abgrundtief. Zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits meine Ausbildung und danach ein Jahr Arbeit in Projekten hinter mir (während dessen sich meine Firma von einer Unabkömmlichkeitserklärung zur nächsten hangelte, damit ich nicht zum Bund/Zivildienst muß.. was dann aber irgendwann nicht mehr weiter half) und hatte entsprechend bereits eine deutliche Idee davon, wie ein System in einem professionellen Umfeld performant und stabil laufen sollte und auch kann. Aber diese Drecksmöhre mit MacOS (6 iirc) war dermaßen langsam und instabil, daß es einen in den Wahnsinn trieb und war so gar nicht mit DEC Workstations vergleichbar. In diesen Tagen habe ich eine immer noch nicht ganz überwundene tiefsitzendende Abneigung gegen Apple Computer entwickelt.

Seit dem ist viel Wasser die Elbe runter, wie man so sagt.. dieser Tage treten andere Probleme in den Vordergrund. Trotz dem ich überhaupt nichts mit dem Apple-Metroimage anfangen kann und noch weniger mit dieser belustigenden bis abstoßenden Fanboy-Community, habe ich seit langem einen iPod und seit ein paar Wochen sogar ein iPhone.

Ich gebe zu, ich leide unter einer Krankheit, die ein kluger Mensch einmal “Antizyklischen Opportunismus” genannt hat. Es gibt Leute, die jeder noch so dämlichen Mode hinterher laufen – ich lauf vor jeder davon. Dh. will es die Mehrheit, will ich es nicht. Immerhin wählt die Mehrheit in Deutschland rechtskonservativ bis neoliberal und liest Bild (aka: ist doof wie Knäcke). Damit kann ich mich nicht identifizieren, das bin ich nicht. “Leiden”, weil es mich in meiner versucht-objektiven Entscheidungsfindung häufig einschränkt. Manchmal wurde ein Gerät einfach am häufigsten verkauft, weil es das Beste auf dem Markt ist. Das gibt es wirklich! Warum zum Teufel soll mich es stören, daß irgendwelche mittdreißiger Schlipsträger das Teil als Statussymbol zum Caipirinha-Trinken auf die Afterwork-”Party” mitbringen. Sollte es nicht. Tut es aber. Genau deshalb warte ich mit solchen Dingen meist so lange, bis es zumindest so weit die Gesellschaft durchdrungen hat, daß es niemandem mehr auffällt, wenn man an dieser Mode teilnimmt. Ist jemandem vielleicht  auch aufgefallen, daß es heutzutage keine schwarzen Ohrstöpsel (ich meine die Kopfhöhrer) gibt? Einfach mal U-Bahn fahren.. sind alle weiß. Das ist für mich ausreichend Legitimation, obwohl es trotzdem noch Frotzeleien von Kollegen gab, aber das war im schlimmsten Fall Neid oder Mißgunst und mit beidem kann ich deutlich besser leben, als wenn man mich für einen Caipirinha-Trinker halten würde (s.o.).

Zu den Alternativen zum iPod möchte ich mich jetzt nicht äußern, da stecke ich nicht mehr allzu weit drin. Die Entscheidungsfindung, die letztlich zum iPhone führte ist jedoch relativ frisch, deshalb kann man das ja mal kurz ausführlicher behandeln. Im Winter ist mir auf dem Kiez meine Jacke geklaut worden. Es war schweinekalt und deshalb hatte ich mir für die 10minütige Radfahrt eine Goretex-Motorrad-Jacke und meine dicken Motorrad-Handschuhe angezogen. Am Zielort angekommen warf ich, wie immer, meine Jacke aufs Bett, nicht jedoch ohne meine Wertsachen und Schlüssel mir vorher in die Hosentasche zu stecken. Das ist (war!) dort so gang und gebe und nie ist etwas verloren gegangen. Dummerweise hab ich dabei mein schönes und relativ neues Nokia vergessen einzustecken. Nach einem langen Abend will man dann nach Hause und stellt fest, daß die Jacke nicht mehr da ist. Firmenhandy weg (was auch immer das gekostet hat..), plus Jacke und Handschuhe im Wert von etwa 400€. Und dann schön ohne Jacke und Handschuhe nach Hause radeln. So kam es, daß ich mich nach Alternativen umsehen mußte.

Ich habe mir dabei absichliche lange Zeit gelassen (am Rande vielen Dank an Maddin der mir in der Zwischenzeit dieses schreckliche Sonny (sic) Handy überlassen hat!), denn dieses mal sollte das Teil ein paar wichtige Features unterstützen: Online-Sync von Google Contacts und Calendar, vernünftiger Zugriff auf Gmail, guter Browser und die fieseste Einschränkung: Mit unserem Firmen-Rahmenvertrag bei Vodafone kompatibel. Tja, da wird die Wahl eng, speziell wenn man nicht bis Weihnachten 2011 warten will und kann. Ich gehöre zu den Leuten, die 3mal am Tag nachsehen, was es noch gleich für ein Wochentag ist, vielleicht kann man nachvollziehen, daß ich auf einen “ge-sync-ten” Kalender angewiesen bin. In Frage kam eigentlich nur Android, WebOS und iPhone. Das Telekom G1 fiel raus wegen meiner Vertragsbeschränkungen, wann das Andriod Handy von Vodafone namens Magic (örgs.. bekloppter Name) kommen soll, konnte mir niemand sagen, ganz zu schweigen vom Palm Pre mit WebOS, dessen Hype zwar beeindruckend war, aber einen Test im Alltag doch noch abzuwarten wäre. Eigentlich sollte sich das iPhone auch ausschließen, da es in Deutschland exklusiv von der Telekom vertrieben wird, jedoch gibts es für Vodaphone inzwischen tatsächlich eine legale Hintertür das Teil auch hier zu vertreiben und den Simlock hat Apple inzwischen rausgepatcht. Heißt, ich habe jetzt offiziell ein iPhone von Vodafone und bin bisher sehr zufrieden. Meine Kalendar werden kabellos und 2-way gesynct, ebenso meine Kontakte. Ich kann völlig unproblematisch meine Mails in Gmail lesen/schreiben und die im Reader abbonnierten drölfzig RSS-Feeds lesen. Ich weiß übers Wetter bescheid, kann jederzeit auf den Nagios-Status unserer Server einsehen, finde immer meinen Weg und kann sogar online meinen Last.fm Channel hören. Ich habe mir sogar schon ein App gekauft: TouchTerm, ein SSH-Terminal für 0,79€. Lächerlicher Preis und es funktioniert. Klar, natürlich keine Alternative zum Arbeiten, aber wenn ich doch mal zur Afterwork-Party gehe, kann ich von da aus immerhin mal schnell nen hängenden Apache restarten. ;)  Die bisher festgestellten Minuspunkte sind eine sehr mittelmäßige Empfangsqualität und gefühlte 2h Akkulaufzeit. Letzteres wird aber auch daran liegen, daß ich das neue Spielzeug in der Anfangszeit natürlich auch ständig in den Fingern habe. Zur Sicherheit habe ich mir neben einer dünnen Schutzhülle aber auch noch eine Dockingstation fürs Büro und ein Ladekabel fürs Auto bestellt.

Fortsetzung: Part 2

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