Ich zähle mich ja so lange ich denken kann und solange ich in irgendeiner Weise politische Meinung vertrete zum linken Lager. Das einzige was mich aus diesem Lager immer wieder aufregt sind die notorischen Nein-Sager und Hauptsache-Dagegen-Querulanten. (Korrigiere: Die Alles-Tod-Reder, die dann irgendwann, wenn Ihnen die Argumente ausgehen, mit Totschlagargumente wie “Mein Opa hat das Huhn erfunden, deswegen muß ich das ja wohl am Besten wissen: Das Ei ist eckig!” kommen regen mich auch auf. Aber um die soll es hier nicht gehen.)
Diese Klientel hat jetzt wieder zugeschlagen. Endlich bietet sich für Altona-Altstadt eine Chance aus der Wüste rund um das Frappant wieder einen belebten Stadtteil zu machen. Die einzige und vermutlich die letzte Chance war, dass ein großes Unternehmen das in privater Hand befindliche Frappant aufkauft um dort ein publikumswirksames großes Geschäft aufzieht und somit Menschen anzieht. Von diesem Publikum würde das gesamte Umfeld massiv profitieren. Nun, dieser Investor ist mit Ikea jetzt gefunden. Ikea möchte das Frappant abreißen und dort ein achtstöckiges (inkl. einem Tiefgeschoß) vollumfängliches Einrichtungshaus hochziehen; acht Stockwerke, weil natürlich für Parkplätze gesorgt werden muß. Das ist natürlich erstmal etwas größer als der Anwohner sich das gewünscht hätte, aber immernoch hundertmal besser als dieser scheiß tote Betonklotz vom Frappant!
Nun.. gestern war die öffentliche Anhörung, an denen die Pro- und die Kontra-Bürgerinitiativen sowie Anwohner und natürlich Ikea selbst teilnahmen. Ich bin selber Anwohner (wohne in der Ehrenbergstraße relativ nahe an der Altonaer Poststraße, also den sprichwörtlichen Steinwurf vom Frappant entfernt) und wäre auch gerne dabei gewesen.. leider mußte ich, wie jeden Mittwoch, sehr lange arbeiten und konnte es deshalb nicht einrichten. Ich habe die Veranstaltung via Twitter mitverfolgt, denn altonainfo, Altona_Watch und ring2 waren so nett live mitzutwittern.
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