Dislike

Da mir in letzter Zeit ständig Facebook unter die Nase gerieben wird und ich Facebook mit seinen bunten Debilen-Spielchen (Cow Clicker..), der versteckten Werbung und der Verbreitung von sensiblen Personendaten einfach nur auf den Sack geht, möchte ich hier nochmal schnell auf die Kampagne der Free Software Foundation namens “Not f’d” hinweisen:

Not f'd — you won't find me on Facebook

Not f'd — you won't find me on Facebook

 

Ich bin gespannt wo es mit Diaspora und Altly hingeht, aber Facebook meide ich auch zukünftig und ich kann nur jedem empfehlen das auch zu tun.

Immerhin

Ich find´s ne gute Idee, wenn man schon so´ne faule Sau ist und lieber andere arbeiten läßt, zumindest guten Willen zu zeigen, vielleicht ein bißchen die Werbetrommel zu rühren, auch in dem man öffentlich seine Meinung bekundet, oder finanziell zu unterstützen. Denn gerade kleinere Interessensgruppen können all dies wirklich gut gebrauchen, glaube ich. Klar, besser wäre es wenn ich meinen Arsch aus dem Sofa bekäme und bei den Piraten in AGs mitarbeite anstatt nur 3mal im Jahr größere Veranstaltungen wie Landesparteitage zu besuchen. Bessere wäre es auch bei der GUUG an den Stammtischen teilzunehmen anstatt mich über die Mailinglisten zu freuen und darauf zu vertrauen, daß meine Mitgliedsbeiträge für Lobbyarbeit in meinem, bzw. in unser aller Unix-user, Sinne genutzt werden.

Nein, ich bin sicher kein Hacker. Weder im Bild(“-Zeitungs”)-Sinne des schmierig-langhaarigen Bombenlegers der Banken beklaut oder Firmen erpresst, noch im wirklichen Sinne des technisch Kreativen. Ich schaffe es gerade mal einigermaßen unfallfrei Bash-Scripte zu schreiben, habe noch nie telefoniert ohne dafür zu bezahlen und habe nicht vor in meinen Toaster einzubrechen um ihn das Rösten von Kaffeebohnen beizubringen. Ich nutze privat inzwischen sogar nicht mal mehr Linux sondern MacOS.. wie uncool ist das denn?

Nichts desto trotz habe ich gerade einen Mitgliedsantrag für den CCC ausgefüllt und abgeschickt, denn ich glaube in Deutschland, nein weltweit, gibt es nicht viele Interessengemeinschaften die mehr positiven Einfluß auf Netzpolitik und Datenschutz haben als der CCC und dies ist unbedingt förderwürdig. Ich bin wirklich schon sehr gespannt auf die Vereinszeitung Datenschleuder, freu mich auf aktive Mailinglisten, aber, und das muß ich vorher gestehen, ich werde sicher keine Veranstaltungen besuchen. ´Schulligung, da ist nichts zu machen. Ich verstehe mich als Fördermitglied und finde daran nichts verwerfliches. Immerhin.

Bauvorbescheid

Guck an, Ikea in Altona kommt ins Rollen. Laut Hamburg.de hat die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Ikea den Bauvorbescheid erteilt und somit die Rahmenbedingungen für Genehmigungen des Bauvorhabens abgesteckt.

Wie das Portal berichtet beinhaltet der Bauvorbescheid im Prinzip genau das, was sich Befürworter den Ansiedlung des Möbelriesen erhofft und erwartet haben. Ikea wird gezwungen, die Gestaltung der Fassade in einem Wettbewerb auszuschreiben, die Parkdecks, damit sie nicht so auffallen, zurück zu versetzen und sich intensiv um die Verkehrsproblematik zu kümmern und entsprechend anfallende Kosten für Umbauten des Straßennetzes zu übernehmen.

Natürlich wird es abzuwarten sein, was dabei herauskommt, meine persönlich Erwartungen an die BSU wurde jedoch voll erfüllt und so wie ich das sehe werden viele Befürchtungen der Gegener dieses Projekts sich – für mich erwartungsgemäß – nicht bewahrheiten. Harren wir der Dinge..

Not my president!

Wie kann es eigentlich angehen, dass jemand, der als Lügnerin bekannt ist, jemand der in der Vergangenheit als Ministerin in ein massives Problem mit der Verfassung gezeigt hat, jemand der eigentlich wegen Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornographie im Gefängnis sitzen müsste, als Bundespräsidentin vorgeschlagen wird und – mal abgesehen von ein “bißchen Internet Community”, die der realen Republik eh keiner Ernst nimmt – niemand damit ein Problem zu haben scheint?

Zensursula

Zensursula

Es müsste eine Welle der Empörung durch die Nation schwappen. Das dies nicht geschieht, insbesondere nicht auf Seiten der sogenannten Presse, ist für mich ein deutliches Indiz dafür, was in diesem Land nicht in Ordnung ist.

Schön, dass so aussieht, als ob sich das Problem langfristig von selbst lösen wird. Kein Mensch wird in Zukunft Geld für Zeitungen ausgeben, die nur noch Pressemeldungen durchschießen um Anzeigenkunden zu schröpfen. Vor allem nicht, wenn es online hervorragende Amateur-Journalisten gibt, die wider allen Abmahnern, die Fahne des wirklichen Journalismus hoch halten. Und kein Mensch wird in 10 Jahren die Partei wählen, die dieser Wählergeneration auf der gesamten Breite den Krieg erklärt. Alles wird gut.

Gentrifizierung

Wie war das jetzt nochmal mit der Gentrifizierung? Das war, wenn reiche Vorstadtkinder in einen Stadtteil einfallen, alles ganz toll alternativ und orginell ist und man die Arbeiter aus dem Viertel vertreibt. Wenn dann aber Jahre später noch reichere Vorstadtkinder in den besagten Stadtteil kommen und nicht mehr 1000€ für ne Altbauwohnung bezahlen sondern 1500€ fürs neue Penthouse, dann schreien die nicht ganz so Reichen “Gentrifizierung!”, oder? Hab ich richtig verstanden? Weil.. ähm.. ok, ich hab´s immernoch nicht verstanden.

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