Weniger ist mehr

Ich rätsel ja schon lange, ob ich nicht mal wieder wechseln sollte. Ich meine, die Gummikuh ist ja echt nett auf der Straße, solangs schnell genug rollt. Aber sobald man von der breiten Landstraße runter kommt wird mir das einfach zu undynamisch. Die Gute hat einfach zu viel Fleisch auf der Hüfte. Zudem hab ich echt tierisch Bock mich mal ein bißchen im Gelände zu versuchen. Also so´n schön leichter Geländeeintopf wäre doch echt mal was Neues.

Yamaha TT 600 R

Yamaha TT 600 R

Derzeit preferiere ich die alte Yamaha TT 600 R. Mit 131kg leer schön leicht, zuverlässige sehr einfache Technik (Luftgekühlter Einzylinder, Vergaser, Kette, Kickstarter, ..) solide Verarbeitung und gute Geländetauglichkeit. Großes Plus ist vor allem, daß es für die TT, bei zB. off-the-road.de, umfangreiches Zubehör gibt, um daraus genau die Möhre zu machen, die ich haben möchte. Denn ein paar Dinge stören mich schon daran. Besonders der Tank ist nun garnicht nach meinem Geschmack.. mit 10 Litern ist der völlig indiskutabel. Aber wie gesagt, es gibt von OTR oder auch von Acerbis große Tanks, die man (im Gegensatz zu sehr vielen anderen Enduros) angeblich auch eintragen lassen kann. 23 Liter passt. Dazu dann noch eine schöne Verkleidung im Ralley Format, einen Kofferhalter mit kleinen Alus dran und fertig ist die optimale Abenteuer-Reiseschleuder. Und das Ganze ist auch noch ohne Probleme zu finanzieren.. derzeitig kosten gute Gebrauchte maximal 3500€. Wenn ich meine Gummikuh mit Koffer verkaufe sollte locker die kompette Set dabei rausspringen und mein Girokonto sich dabei auch noch etwas erholen.

Ein Problem gibts dabei natürlich noch.. ich müßte endlich mal aus´m Quark kommen.

Olland

Achja, ne kleine Runde durchs Alte Land hab ich heute auch noch gemacht. Schweinekalt wars, aber sehr schön. Sehr wenig Touries unterwegs, aber dafür karren die Bauern natürlich mit Ihren Minitreckern Ihre Äppel in der Gegend rum und schaufeln damit ordentlich Dreck auf die Straßen. Daran ist ja vor einigen Jahren meine Kawa (Gott sei ihrer Seele gnädig) verreckt. Also immer schon vorsichtig..

115km in 2:25h

115km in 2:25h

Oops

i did it again. Tja, das ging ja schnell. Gestern noch angekündigt, dass ich nochmal losziehe, wenn das Wetter sich bessert und heute schon ausgeführt. Nachdem ich heute  Mittag von Kollegen dazu genötigt wurde in die Firma zu kommen um mir einen Fehlalarm anzusehen, bin ich da gleich mit dem Hocker hin und nach 10min in der Firma war ich auch schon on the road again – diesmal nach Osten.

Eastern

200km in 3 Stunden

Lauenburg und Umgebung hat ja auch was, also erstmal an die Elbe und immer ostwärts, an Krümel und Lauenburg vorbei und dann nach Norden abbiegen. Der Rest immer der Nase nach, wo mich das Gefühl hin trägt. Klasse Landschaften, meist ideale Straßen und zu der Zeit auch wenig Schnarchnasen auf der Straße, also schön entspannt und viel Spaß gehabt. Das einzige was mich mal wieder geärgert hat war, dass ich wieder so kopflos aufgebrochen bin. Auch heute hätte ich mein Wärmefutter gebrauchen können (war nicht wirklich kalt, aber schön muggelich war´s auch nicht grad) und vor allem mal wieder meine tolle Kamera nicht dabei. Da hat man schon so ein teures Ding und vergißt die ständig zuhause. Echt schade, hätte ein paar schöne Motive gegeben heute Nachmittag.

Endlich

There and Back Again

There and back again

.. hab ich mal wieder ein bisschen Zeit. Zum Nachdenken und dabei einfach nur an die Wand starren. Urlaub ist was schönes dann und wann. Dabei kommen einem die tollsten dämlichen Ideen. Zum Beispiel dass ich seit Ewigkeiten mal eine Regen-Testfahrt mit dem Moped machen wollte. Mal checken ob das schweineteure Navigationsgerät und mein schweinegünstiger Textilanzug den Regen verträgt. Hab ich echt noch nie getestet. Peinlich eigentlich, hab den Krempel schon ewig. Ich, der Saisonnummernschild-Fahrer als Weichkekse bezeichne. Lächerlich. Also, in den Anzug geschlüpft und ab geht´s bei strömenden Regen in Richtung Westen. Ich mag die Ecke um Uetersen einfach, so rein straßenmäßig.  Was ich nicht mag sind die vielen Autos mit dem PI-Nummernschild. Rollende Verkehrsberuhigungen. Macht auf Dauer keinen Spaß. Diesmal hatte ich wirklich richtig viel Spaß auf der Tour. Es war ein sagenhaftes Schweinewetter, aber trotzdem war ich die vollen zwei Stunden ausgesprochen gut gelaunt und habe jede Minute genossen.

Dreck

Dreck ist Dreck ist Dreck

Das liegt vor allem daran, dass alles so super geklappt hat. Mein Navigationsgerät hatte erwartungsgemäß überhaupt kein Problem mit dem Regen, es war nur etwas verwunderlich, dass es 5km gebraucht hat um Satelliten zu finden (siehe Lücke im Track oben). Und der Anzug war nach 2 Stunden Regenfahrt innen knochentrocken, auch an Nahtstellen. Und zu kalt war mir auch nicht, obwohl ich (eigentlich unabsichtlich) die Wärme-Inlays zuhause gelassen habe und nur mit dem Sympatex-Futter gegen Nässe unterwegs war. Beachtlich bei 2 Stunden Nässe, Kälte (7°C) und Wind und wenn man bedenkt, dass dieser Vanucci All Terrain Anzug, dass heißt Jacke- und Hose-Kombi, nicht mal 300 Euro gekostet hat. Und mein Mopped enttäuscht mich ja eh nicht. Die gute Kuh macht Spaß wie eh und je. Schön dreckig ist sie geworden. Einzig mit dem Michelin Anakee werde ich immer noch nicht richtig warm. Da fehlt einfach das so immens wichtige Vertrauen. Ich glaube als nächstes werde ich mal den Continental TrailAttack ausprobieren. Wenn´s Wetter nochmal wieder trockener wird, werde ich die Tage wohl nochmal ne richtige Tagestour machen.

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