Wera Kraftform

Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert. Wenn ich Geld für etwas ausgebe und bereits nach Minuten ist klar: Das war eine hervorragende Investition. Ich habe mir vorhin den Wera Kraftform® Schraubendreher Kompakt 60 RA (20-teilig) gekauft und war nach der ersten Schraube die ich rausgedreht habe begeistert. Ich glaube ich habe das ultimative Werkzeug für das ständige kleine Rumgefrickel am Mopped gefunden, mit dem man sich ständig aufhält.

Wera Kraftform Schraubendreher

Wera Kraftform Schraubendreher

Super Haptik, tolle Qualität, das Design stimmt und es wird mit einer wirklich praktischen Tasche geliefert. Das Set besteht aus einem Schraubendreher mit Ratschenfunktion mit sehr kleiner Rasterung und dem Schnellwechselfutter “Rapidaptor” (habe die nicht tolle Namen? chichichi..) und 18 Bits, die eigentlich alles abdecken sollten, was man so regelmäßig für den weniger kraftaufwändigen Kleinkram braucht. Speziell die Torx in 5 Größen waren für mich als Kuhfahrer wichtig und genau diese habe ich dann auch als erstes genutzt um meine neue Wunderlich-Scheibe zu verbauen. Dazu später mehr.

Einziger Wehrmutstropfen wäre dann vielleicht noch der Preis. Die besagte Sonderedition von/für Louis (die Originale von Wera hat eigentlich nur 17 Teile) kostet dort gut 60 Euro was für eine Handvoll Schraubendreher schon mal ne Ansage ist. Aber es sind ja nunmal auch keine einfachen Schraubendreher. Wenn sich das Qualitätsgefühl bewahrheitet und die Ratsche nicht ruckzuck im Eimer ist, dann war das eine gute Investition. Von mir gibt es vorerst eine ausdrückliche Empfehlung.

So sieht sie aus

So, nachdem ja schon recht viel über die geheimnisumwobene neue Triumph Adventure bekannt geworden ist, gibt es nun auch ein erstes Erlkönig-Foto von der Seite (siehe unten), das die restlichen Rätsel soweit löst. Die Neue bekommt einen feingliedrigen Rohrrahmen und eine konventionelle Zweiarmschwinge. Merkwürdig ist, dass sich Straßen- und Geländeversion scheinbar nur durch andere Reifen und Felgen unterscheiden. Statt Stollen und Speichen gibt´s Straßenreifen auf Alus. Fast gleich dagegen bleibt die Geometrie, den auf dem Erlkönig sieht die Felge schon sehr stark nach 19 Zoll aus, nicht etwa 17″ wie ihre große Schwester namens Tiger.

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Fail

Eigentlich sollte man annehmen, dass es für einen Verband wie die Iron Butt Association Germany nicht nur positiv, sondern sogar sehr erstrebenswert ist, ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Man könnte annehmen, wenn ein paar Internet-affine “Biker” sich über Twitter zusammenfinden und eine gemeinsame Tour planen um sich gemeinsam das IBA Zertifikat SaddleSore 1000 zu verdienen, darüber berichten und ein breites Publikum finden, für diese Aktion sogar einen großen Sponsor wie Honda gewinnen, dass es für die IBA eine Art Hauptgewinn darstellt. So kann man sich täuschen.

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Trend

Ich glaube das Genre funktioniert einfach und mir ist es völlig schleierhaft, daß die gesamte Branche sich von dem Erfolg der fetten GS in die, für mich falsche, Richtung hat locken lassen. Mörderfette Reiseenduros sind einfach nicht der Weisheit letzter Schluß. Auch beim einfachen Reisen auf der Straße nicht.. vom Enduro-Wandern mal ganz abgesehen.

Die alte Tenere ist einfach nicht konsequent weiter entwickelt worden und entsprechend einfach eingeschlafen, die alte LC4 Adventure von KTM hatte von Anfang an nicht den richtigen Motor; ein höchgezüchteter und entsprechend unkultivierter und unzuverlässiger MX-Motor passt nicht in ein Fernreise-Motorrad. Und dann halt noch das wenig Autobahn-taugliche Getriebe als Sahnehäubchen. Hondas versuche mit Dominator und Transalp waren respektabel, aber auch die sind einfach ausgelaufen, ohne eine wirkliche Chance. Es ist mir im übrigen schleierhaft, warum Honda sich ihre mit XL, Dominator, Transalp und Africa Twin wirklich äußerst starke Position in dem Sektor kampflos weggeschenkt hat. Davon ist heute nurnoch die Varadero über, die Mühle ist doch der Lacher. Aber das nur am Rande.

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Echte Helden

Ich weiß nicht, ob diese Krad-Sucht bei allen Jungs so anfängt. Und natürlich bei den wenigen Mädels, die sich davon anstecken lassen, auch. Bei mir warens es mein (Stief-) Vater und die echten Helden auf den Straßen des kleinen Ortes in dem ich aufgewachsen bin.

Bei meinem Stiefvater durfte ich öfters mal mitfahren, aber das war (nachvollziehbarerweise) eher langweilig, weil viel zu vernünftig. Am interessantesten waren die echten Helden, die auf Ihren völlig übermotorisierten Maschinen die Landstraßen der Umgebung unsicher machten oder an der Imbissbude standen und rumprollten. Die Gefährte hörten, auch zu meinen Zeiten noch, auf die Namen Kawasaki Z1 (bzw. offiziell eigentlich Z900. Z1 war die Kawasaki interne Typenbezeichnung. Z1F genauer gesagt für die erste aus der Serie), die von einem Journalisten nicht zu unrecht auch schonmal als “Frankensteins Tochter” betitelt wurde, oder Honda CB900 Bol d´Or und was die beiden Firmen da jeweils als Nachfolger veröffentlicht haben. Ein muß war in jedem Fall die Marving- oder Marshall-Anlage oder ähnlich brachiales. Damit man sich vorstellen kann, worum es ging:

Aufhänger dieses Geschwafels ist, daß ich nach Jahren endlich wieder die Geschichten von steveman, einem Schreiberling des östereichischen Motorrad Magazins 1000PS, gefunden habe. Ich hatte das irgendwann vor Ewigkeiten schonmal im Usenet gelesen und war begeistert, weil diese Geschichten genau die Atmosphäre wiedergeben, die ich damals auch erlebt habe. Wobei ich zugeben muß, daß ich damals jünger war und deshalb diese Eskapaden nur als außenstehender Zuschauer miterlebt habe und zudem war es auch etwas später und in Deutschland, wo die Halbstarken offenbar etwas mehr Respekt vor der Staatsgewalt hatten als in Östereich. Aber im Grunde war´s gleich.

Also genug Palaver, hier geht´s zu den Geschichten. Lest mal rein.. das Ganze ist echt irre. Aber Achtung, wer der Alpen-Mundart nicht mächtig ist, könnte Probleme bekommen die Dialoge zu verstehen.

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