Basisdemokratisch

Basisdemokratisch. Mein persönliches Unwort des Jahrzehnts. Wohl noch nie gab es ein Wort, daß einen zuletzt so leicht auf das Glatteis führte. Aus dem durchaus ehrenhafte Ziel, die aktive Basis einer Partei, also eine durchaus kleine und mit den jeweiligen Themen firme Gruppe, an der Entscheidungsfindung zu beteiligen, ist heutzutage die Bestrebung erwachsen den Bürger selbst direkt über beliebige Dinge walten zu lassen. Bürgerbegehren oder Volksentscheid wird das dann genannt. Offenbar nicht wissend, oder nicht daran interessiert, dass der deutsche Bürger sich an dem meist widerlichen Auswurf von Burdas Markwort und Springers Diekmann informiert und in der Regel an den wirklichen Sachverhalten garnicht interessiert ist. So wird die vermeintliche Demokratie dann ganz schnell zu Anarchie in der sich der Stärkste, bzw. in diesem Fall der Lauteste, durchsetzt.

Beispiel? Laut Umfragen vor der Bundestagswahl möchte der deutsche Bürger den Atomausstieg und den raschen Umstieg auf erneuerbare Energien, möchte gerechte Sozialsysteme, Fortbestand des Kündigungsschutzes und freie Bildung für jedermann, ist gegen Zensur und für informationelle Selbstbestimmung und ist gegen Kriegseinsätze der Bundeswehr. Für all diese Punkte gab es große Mehrheiten. Und gewählt hat der Bürger wen? Die Süddeutsche Zeitung nennt den aktuellen Koalitionvertrag Das Manifest der Hornissen.

Wohin soll das führen? Die Einführung der “Prügelstrafe für unsittliche Blicke” wäre nur ein Bild-Artikel weit entfernt. Was hat das mit der “Basisdemokratie” der 80er Grünen zu tun? Wo kann ich gegen Volksentscheide unterschreiben?

Feedback

Jemand namens “Spongebob” hat gerade den Beitrag zu meinem Lieblingsaufregerthema “Ikea in Altona” kommentiert und dieser Kommentar zeigt wirklich wunderbar wo mein Problem mit vielen Ikea-Gegnern ist. Keine Fakten, keine Argumente, keine Reflektion, einfach nur sauber durchgeformter Anarcho-Stumpfsinn.

Komisch, dass Menschen die sich als Links verstehen meinen sie müssten jetzt auch schon für Heuschrecken wie Ikea Werbung machen.

Ahh, wenn ich nicht pauschal gegen Ikea in Altona bin (Wie man meinen Beiträgen entnehmen kann bin ich ja keineswegs dafür Ikea einfach machen zu lassen. Entsprechende Auflagen wären meiner Meinung nach durchaus durchsetzbar, wenn man nicht nur hirnlos rumschreien würde.) mache ich also Werbung für die selben. Interessant. Und das Wort “Heuschrecken” macht ja wohl deutlich mit welch ideologischen Blödsinn wir es hier zu tun haben. Wie kommt ein nordkoreanischer Freiheitskämpfer eigentlich zu einem Namen einer klassenfeindlichen Zeichentrickfigur? Wieder mal nicht nachgedacht? Sponge Bob kommt von den Heuschrecken der Warner Bros.!

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Bravo

Hmmm.. Chris.

Bravo #807 (23/1972)

Ha, da hab ich doch mal wieder was großartiges gefunden: Coverbrowser! Da kann man sich nicht nur diverse Comic-Covers ansehen, sondern zB. auch alle von Bravo. Ein paar Stunden nachdem ich geworfen wurde erschien das Cover rechts, mit Chris Roberts drauf. Vermutlich lief dann auch sowas gerade im Radio:

Danke.. da brauch man sich echt nicht zu wundern, wenn dann so ´n verkorkster Vogel wie ich rauskommt.

Danke an Nerdcore für die Inspiration.

Declare Independance

Ich bin ja sonst recht sparsam, was Verbreitung von Filmen über dieses Blog betrifft. U.a. auch, weil ich es einfach langweilig finde fremden Kram hier nochmal zu verwursten. Aber ich kann einfach nicht anders, als bei diesem eine Ausnahme zu machen. Björk ist und bleibt einfach göttlich. Macht es groß, macht es LAUT, laßt Euch erschlagen:

Das Ganze fand statt in Paris auf der Volta Tour und ist zudem auf Ihrer aktuellen Multimedia-DVD zu sehen.

Interessant finde ich übrigens auch diesen riesigen Multitouch-Tisch der da als Sampler-Controller genutzt wird. Sowas hab ich vorher noch nie auf ner Bühne gesehen.

via Pitchfork & Nonesuch

Tausche

… diverse “Killerspiele” oder Fußballtrikots gegen die Einsicht Winnendener Eltern, daß Sie selbst Schuld sind und nicht die von Bild so genannten “Killerspiele”.
Morgen will das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden diese “Spiele, die das Töten von Menschen simulieren” einsammeln und unter den einsichtigen Schäfchen ein Nationalmannschaftstrikot versteigern. Die Aktion „Familien gegen Killerspiele“ soll danach in verschiedenen Städten fortgesetzt werden. Sehr gut, verbreitet das heilige Wort der Springer-Bibel..

via golem

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