Opfer

Komisch wie sich die Zeiten und mit Ihr die Sprache ändert.

Mandeln, gehackt.

Gehackt.

Früher war “hacken” noch kreativ ein technisches Problem zu lösen und “Cracker” waren die bösen Typen, die in Systeme oder Software einbrechen um damit Schindluder zu treiben. Dann gab es da noch die Script-Kiddies, die im Gegensatz zu den Crackern wenig technisches Verständnis hatten, dafür umso zahlreicher waren.

“Gehackt werden” bedeutet heute allerdings scheinbar:

  • Ich bin zu blöd mir ein sinnvolles Passwort auszudenken und es regelmäßig zu ändern.
  • Ich gebe meine Account-Daten an Dritte weiter.
  • Ich handel mir Viren, Würmer und Keylogger ein.

Derartiges liest man heute täglich in “Gamer”-Foren und jedesmal wieder ruft es mir ein Lächeln hervor und die Gedanken an ein einziges Wort. Opfer.

Bild via Schwartau.

Bundestagsweb & Freie Union Landesliste

Auf Grund der Berichterstattung über die neue Homepage des Bundestags bin ich gerade mal über das “Web-TV” des deutschen Bundestags gestolpert und dort wurde die Übertragung des Bundeswahlausschusses vom 6.8. wiederholt. Ist das eigentlich in den Medien behandelt worden, dass die Freie Union (vom Boulevard gerne “Pauli-Partei” genannt) nur eine einzige Landesliste abgegeben hat, weil die übliche Unterschriftensammlung zur Zulassung nur in Bayern erfolgreich war und diese Landesliste nun vom bayerischen Landeswahlleiter aus formalen Gründen abgelehnt und die nachfolgende Beschwerde vom Bundeswahlausschuß abgewiesen wurde?

Es war wohl so, daß die Freie Union Ihre auf Ihrem Landesparteitag beschlossene Landesliste erst 5 Minuten von Ultimo abgab und der Landeswahlleiter feststellte, daß sich zwar die Unterschrift des Beisitzers darauf befand, nicht jedoch die Unterschrift der Versammlungsleiterin, in persona Fr. G. Pauli. Dieser Umstand ist im normalen Verfahren erstmal kein Beinbruch. Derartige Formfehler passieren ständig und können locker nachträglich “geheilt” werden, wie der Bundeswahlausschuß feststellte. Nur leider gab es dazu für die Freie Union keine Möglichkeit mehr, weil sie die Liste nunmal viel zu spät abgab. Es wurde im Bundeswahlausschuß dann noch etwas diskutiert, ob die versuchte Rettungsaktion, eine von G. Pauli telefonisch beauftragte Unterschrift einer dritten Person, vielleicht doch rechtens war, aber letztendlich siegten die Bürokraten in der schlußendlich abgehaltenen Abstimmung des Bundeswahlausschussses knapp.

Was mir dabei in den Sinn kommt? Ich finde es wirklich unfassbar, wie jemand heutzutage, da jeder an so vielen Dingen über das Internet teilhaben kann, politik-verdrossen sein kann. Welchen Stein ich auch immer umdrehe, wo ich auch immer hinschaue, es passiert ständig und überall wirklich spannendes und wichtiges.

Zu der neuen Homepage des Bundestags kann ich im übrigen nur sagen, daß ich sie nicht mag. Wenn ich ehrlich bin, ist sie sogar ausgesprochen schlecht, wenn man betrachtet wieviel Geld dafür ausgegeben wurde. Zu zerklüftet, zu unübersichtlich, viele Bildchen und Textblöcke scheinbar wahllos über die Seite verteilt. Wie man’s meiner Meinung nach – und ich muß zugeben, daß ich kein Designer oder ähnliches bin und es sich hier natürlich um eine rein subjektive Laienmeinung handelt – richtig macht zeigt das Weiße Haus.

Irgendwie stelle ich fest, daß ich auch kein Journalist bin, weil ich mal wieder munter drauf losgeschrieben und diverse Themen vermischt habe und jetzt vor dem Problem stehe, diesem Beitrag einen Titel zu geben. Naja, ist der Titel wesentlich? Ich glaube nicht.. ich brauch keine Leser mit Schlagzeilen zu locken, wie es die Bild tut, weil es mir nicht wirklich wichtig ist, ob meine Beiträge auch gelesen werden. Dementsprechend ist der Titel jetzt halt mal doof..

Ich bin Pirat!

Eigentlich sollte hier der neue Entwurf der Piratenpartei beworben werden, aber leider haben die Macher, vielleicht nicht zu unrecht, das “embedden” des Films verboten, weil es sich eben nur um einen Entwurf handelt. Hier kann er direkt angesehen werden. Ich finde ihn, ob des Zielpublikums, vielleicht etwas harmlos und vielleicht sogar langweilig, aber dennoch gut gemacht.

Was mir jetzt aber noch vor die Augen geflattert ist und bisher noch nicht kannte, ist Jörg Tauss’ Beitrag zur Debatte über Grundrechte im Bundestag am 3.7.2009. Wie ich finde ist das ein äußerst beachtlicher Beitrag und deckt sich zu 100% mit meiner Meinung und meiner Vorstellung von der Entwicklung zum Umgang mit den Grundrechten des deutschen Staates und insbesondere der aktuellen Bundesregierung.

Um auf den Titel zurück zu kommen: Ich habe mich entschieden. Ich bin Pirat. Ich habe vom Elternhaus her eher einen sozialdemokratischen Einschlag bekommen, habe dann aber seit dem frühem Erwachsenenalter pauschal Grüne gewählt, auch wenn mir die eine oder andere Entscheidung nicht gepasst hat, aber inzwischen ist die Thematik der Grundrechte, ganz besonders im Bereich den Medien aber zum Beispiel auch die Thematik des Urheberrechts dermaßen drückend und die Äußerungen anderer Parteien so erschreckend (insbesondere der Beitrag Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Bremischen Bürgerschaft Matthias Güldner hat mich voll aus dem Ruder geworfen), daß mir, wie vielen, andere keine Wahl bleibt.

Was ich hier nochmal anfügen muß ist die Quelle zur Musik des alten Piratenspots zum Thema Urheberrecht. Das einfach ein herrlicher Ohrwurm:

Meine Apple Story (Part 2)

Fortsetzung von Part 1

Kommen wir zu dem eigentlichen Thema, weshalb ich diese Post-Reihe schreibe. Ich denke tatsächlich seit einiger Zeit darüber nach, ob ich zuhause nicht mittelfristig auf MacOSX umsteigen sollte. Trotz aller Anmerkungen aus dem ersten Teil dieser Reihe. “Warum, zum Teufel?” wird der Leser fragen. Das ist recht schnell erklärt: Ich möchte es irgendwann einmal schaffen von Windows weg zukommen und Linux (mein bevorzugtes Betriebssystem für ernsthaftes Arbeiten) schafft es einfach nicht, meinen Spieltrieb zu bedienen.

Genauer gesagt spiele ich seit Jahren World of Warcraft (ja klar, ich bin ein kleines pickelgesichtiges Kind von 14 Jahren mit Übergewicht, hab die Sonne seit 3 Monaten nicht mehr gesehen und überhaupt bin ich total süchtig und potenzieller Amokläufer) und gedenke das in Zukunft auch nicht aufzugeben. Das bietet sich als Alternative leider nur MacOSX an, denn WoW unter Linux, oder sagen wir mal besser Windows-Spiele unter Linux, sind gelinde gesagt “Pain in the ass”. Mal abgesehen davon, daß Windows Software mit Wine unter Linux pauschal mindestens 80% langsamer läuft, funktionieren häufig diverse Features einfach nicht. Ich bin nun mal Teil der C64-Generation und irgendwie von Kindheit an daran gewöhnt mich neben der ernsthaften Beschäftigung mit Computern mich auch mit selbigen zu belustigen; traurig aber wahr, das ist tatsächlich das einzige, was mich an Microsoft bindet, denn, wie gesagt, für ernsthafte Dinge bevorzuge ich schon lange Linux (genauer Ubuntu) oder bewährte Webapplikationen.

Ein weiteres nicht unwesentlicher Punkt ist natürlich, daß es sich bei MacOSX um ein vollwertiges Unix-Derivat aus der BSD-Abstammungslinie handelt von dem ich mir erhoffe, daß es an Feature-Reichtum und Customizing-Fähigkeiten Linux zumindest einigermaßen das Wasser reichen kann. Ob dem wirklich so ist, kann man als Außenstehender leider nicht oder nur kaum herausbekommen. Speziell als iPhone-Inhaber ist man ja so einiges Gängelungen von Apple gewohnt, die ich mir als Nutzer eines Computers/Betriebssystems nicht gefallen lassen wollen würde. Dazu später mehr.

Zwei ernsthafte Problem habe ich dabei ausgemacht, für die ich bisher keine Lösung gefunden habe. Erstens bin ich auf den Einsatz von Teamspeak angewiesen und Teamspeak unterstützt MacOSX nicht. Das ist leider wirklich ein Ausschlusskriterium, denn ohne Teamspeak ist an Raiden in WoW nicht zu denken und das ist nun mal, wie oben bereits ausgeführt, einer meiner Hobbys. Es gäbe zwar eine Beta-Version von Teamspeak für MacOSX und TeamSpeex, aber diese scheinen für den produktiven Einsatz noch nicht stabil genug zu sein.

Das zweite und größte Problem klang ja bereits zuvor an: Wie kann jemand ernsthaft von mir verlangen Unmengen an Geld für die Katze im Sack auszugeben? Es gibt keinerlei Möglichkeit sich das System mal genauer anzusehen und alles was man so braucht durch zu testen (zB. World of Warcraft und Teamspeak, OpenOffice.org, Gimp, Mediaplayer..), bevor man sein hart erarbeitetes Geld zu Apple trägt. Im schlimmsten Fall gibt man dann also 5.000 Euro für System und Software aus um dann festzustellen, daß man den ganzen Käse so nicht gebrauchen kann. Und nein, es ist keine Alternative im Apple-Shop vorbei zu gehen und dort 10 Minuten herum zu klicken, das nenne ich nicht testen.

Apple, ich habe die effektivste und günstigste Werbekampagne, die man sich vorstellen kann: Hört mit diesen lächerlichen Windows-Diss-Werbespots auf, schnappt Euch für das dafür auszugebende Geld einen Virtualisierungspartner und bringt ein zeit-limitierte virtuelle Maschine mit MacOSX heraus, die sich Umsteigwillige unter Windows (und am besten auch gleich Linux – ich empfehle Suns VirtualBox) installieren können um das Look’n'Feel zu testen und zu checken ob alle Programme laufen, die man so braucht. Das würde hundertmal mehr bringen als eure affigen Imagekampagnen!

Der derzeit einzige Ausweg aus diesem Dilemma scheint es zu sein, sich hier aus der Firma mal meinen Test-PC zu schnappen und eine gecrackte MacOSX-Variante für Standard Intel-PCs (gerne als Hackint0sh oder OSx86 tituliert) zu probieren. So üblich es auch früher mal war sich geklaute Software zu installieren, heute fühle ich mich unwohl dabei. Auch wenn, soweit ich weiß, die Klausel der Apple-EULA die die ausschließliche Nutzung von MacOSX auf Apple Hardware vorschreibt hier in Europa nichtig ist, weil die Bindung von Hardware und Software eindeutig gegen das europäische Wettbewerbsrecht verstößt. Aber vielleicht bleibt einem nichts anderes übrig.. eine funktionierende virtuelle Maschine gibt es zumindest leider nicht.

Fortsetzung in Part 3

Premium Parking

PremiumParking

Nein, der parkt nicht ein, der steht da so. Danke an Maddin für’s Foto.

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